Über Nacht wuchsen an den Fenstern
nie gesehene Bäume aus Regen.

2011 Finalist beim Leonce-und-Lena-Preis



2010 Irseer Pegasus



2009 Feldkircher Lyrikpreis (2.Preis)

"Die Bewegung in diesen Texten ist von traumwandlerischer Langsamkeit, ein einziges, sich fortsetzendes Verharren, die Rede stilles, unaufgeregtes Erzählen, immer nah am Schweigen. Gedichte einwärts, zurückgenommen bis zur Kenntlichkeit. Denn das ist das Aufregende an diesen Texten: dass sie von innen wirken, aus einer fast schon spektakulären Ruhe, Selbstgewissheit und Selbstverständlichkeit heraus, der jede Attitüde, jedes effektheischende Gefuchtel fremd ist."

aus der Laudatio von Andreas Neeser



2009 Werkjahr des Kantons Zürich

"Nicht grosse Gesten prägen die Lyrik Thilo Krauses, sondern das Bewusstsein, dass langes, bewusst langsames Anschauen und Verharren erst jene poetische Form ermöglichen, die - so offen wie möglich - den Blick auf ein scheinbar Abseitiges und eine verborgene Ordnung erst freisetzt."

aus dem Protokoll der Empfehlung der Arbeitsgruppe für Literatur



2005 Hauptpreisträger Heinz-Weder-Lyrikpreis, Bern

"Ihnen ist es gelungen, mit Ihren Gedichten uns Juroren in Zeit-Räume zu versetzen, die einen genauen Blick auf die Dinge werfen, welche die Natur und die Menschen vermitteln. [...] Hier überzeugt eine knappe, klare, behutsame Sprache, die dem Leser Raum lässt und ihn mit poetischen, manchmal sehr ungewohnten Bildern und Wendungen überrascht. Sie scheinen aus einem inneren Zentrum heraus erlebt und gestaltet, feine Gebilde von sinnlicher, atmosphärischer Dichte, die, einem Du zugewandt, Leichtigkeit und Wärme ausstrahlen."
aus der Laudatio zur Preisverleihung