Jetzt, wo du ein Held bist | Roman Hanser

Ausgezeichnet mit einem Werkjahr des Kantons Zürich

«Was für ein toller Autor, was für ein schönes Buch. Poetisch, feinfühlig, andeutungsreich, fast sanft aber auch kraftvoll, und dabei auch noch spannend.» Anna Hartwich, NDR

Dresden 1989: Toni versucht zu ergründen, warum er eine Schwester hat, die nur er sehen kann. Gefangen zwischen Familienschweigen und Schulpropaganda sucht er auf eigene Faust nach Antworten, bis er sich mit Maik anfreundet, dem Sitzenbleiber mit dem Hörgerät, der eher hochbegabt als dumm zu sein scheint. Als Toni ihn vor dem Zorn eines systemtreuen Lehrers bewahrt, beginnt ein Sommer der leisen Revolte. Toni und Maik trotzen mit Humor und Erfindergeist dem Stumpfsinn der DDR und lernen gemeinsam, dass sie nicht die Leben ihrer Eltern und Großeltern wiederholen müssen. Mit Wärme und Witz erzählt Thilo Krause von den Irrungen des Aufwachsens und dem Trost der Freundschaft – aus einer Vergangenheit, die nicht vergangen ist.

Vom 28. September bis 16. Oktober 2026 wird «Jetzt, wo du ein Held bist» bei MDR Kultur («Lesezeit») und NDR Kultur («Am Morgen vorgelesen») zu hören sein.

Es liest der Schauspieler Oscar Hoppe. Regie führte Judith Ruyters. Audioproduktion in 15 Folgen. Zum Nachhören 180 Tage verfügbar auf ARD Sounds.

Material zum Buch

Stimmen

«Ein Buch voller Andeutungen, Versprechungen und Hoffnungen, und das Beste daran ist, welche Fragen es stellt und wie es diese Fragen offenhält.» (Helmut Böttiger, Lesart auf Deutschlandfunk Kultur)

«Auch in seinem zweiten Roman nimmt der Lyriker und Erzähler Thilo Krause, 1977 in Dresden geboren, die Kindheit in den Blick, und er tut es in einer betörenden Sprache. „Jetzt, wo du ein Held bist“ spielt in den 1980er Jahren, als das System der DDR an allen Ecken und Enden zu bersten droht. In den Familien wird vor allem geschwiegen. Es herrschen Stumpfsinn, Unterdrückung, Zerstörung und gleichzeitig erfährt Toni die Kraft der Freundschaft. Einfühlsam und atmosphärisch dicht erzählt Thilo Krause von der Spätphase der DDR und den Untiefen der Kindheit.» (Maike Albath, Poetenfest Erlangen)

«Es ist eine ›Erziehung des Herzens‹, die Thilo Krause in seinem zweiten Roman beschreibt, einige Sommerwochen im Jahr des Mauerfalls, in denen für die zwei Schüler Toni und Maik nicht viel zu geschehen scheint und sich doch alles verändert.» (Peter Stamm)

«Atmosphärisch dicht und voller Humor erzählt Thilo Krause von den Verstecken und Geheimnissen einer Kindheit am Ende der DDR.» (Lutz Seiler)

«… ein ebenso amüsantes wie anrührendes Buch über eine große Freundschaft» (Nico Bleutge, Deutschlandfunk)

«Poetische Sprache und hochpolitische Handlung. Thilo Krauses neues Buch fügt sich ein in die Liste klug konstruierter Wendegeschichten. … Unbedingt handelt es sich bei seinem Roman um ein Familienepos, in dem sich Generationenkonflikte subtil widerspiegeln.» (Ulf Heise, MDR Kultur)

«In einem so schwebenden wie nahbaren Ton ruft der Erzähler die frühen Jahre seiner Kindheit in Dresden wach. Vor der Wende herrscht in der Schule ein Kadergeist, und das familiäre Leben ist von Entbehrungen geprägt. Doch allen ideologischen und materiellen Engnissen zum Trotz findet der Held seine Spiel- und Freiräume – in der Natur, in der Fantasie, im Austausch mit Gespielen und in der Beobachtungsgabe. […] Für seine in sinnlicher Sprache dargebotene Reise ins Dresden der späteren 80er Jahre erhält Thilo Krause einen Werkbeitrag Literatur des Kantons Zürich zugesprochen.» (Aus der Begründung der Fachgruppe Literatur des Kantons Zürich, August 2025)

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